Allgemeine Geschäftsbedingungen

Für die Nutzung von Wohnify durch Unternehmer, Vermieter und Hausverwaltungen. Verbraucher können keinen Vertrag abschließen.
Stand
14. Oktober 2026
Version
2026-10-14
Anbieter
FLOWBRICKS LTD, Paphos (Zypern)

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, keine Verbraucher

  1. Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „Wohnify“ (nachfolgend „Dienst“) zwischen der FLOWBRICKS LTD, 95 E. Venizelou, Office 102, 8026 Anavargos, Paphos, Zypern, Registernummer HE 496317 (nachfolgend „Anbieter“), und ihren Kunden.
  2. Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) schließt der Anbieter nicht. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung, dass er den Dienst in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt, insbesondere für die Vermietung oder Verwaltung von Immobilien.
  3. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht. Individuelle Vereinbarungen in Textform haben Vorrang.

§ 2 Vertragsschluss und Konto

  1. Mit Abschluss der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags im Tarif Free ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Konto freischaltet, in der Regel durch die Bestätigung der E-Mail-Adresse.
  2. Der Wechsel in einen kostenpflichtigen Tarif erfolgt in der App. Der Vertrag über den neuen Tarif kommt mit der Bestätigung durch den Anbieter zustande.
  3. Die Angaben bei der Registrierung müssen vollständig und richtig sein. Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Kunde ist für Handlungen der Nutzer verantwortlich, denen er Zugang zu seiner Organisation gewährt.

§ 3 Leistungen

  1. Der Anbieter stellt den Dienst als Software-as-a-Service über das Internet bereit. Der Leistungsumfang ergibt sich aus der bei Vertragsschluss gültigen Beschreibung des gewählten Tarifs auf wohnify.app/preise. Funktionen, die dort oder auf anderen Seiten als „in Kürze“, „in Arbeit“ oder „geplant“ gekennzeichnet sind, gehören nicht zum geschuldeten Leistungsumfang.
  2. Der Tarif Free ist für bis zu 3 Einheiten dauerhaft kostenlos und im Funktionsumfang beschränkt. Ein Anspruch auf unveränderte Fortführung des kostenlosen Angebots besteht nicht.
  3. Der Anbieter entwickelt den Dienst laufend weiter. Er darf Funktionen ändern, ersetzen oder einstellen, wenn dies für den Kunden zumutbar ist, insbesondere wenn die wesentlichen Funktionen des gebuchten Tarifs erhalten bleiben. Über wesentliche Einschränkungen informiert der Anbieter mindestens sechs Wochen im Voraus; der Kunde kann dann zum Zeitpunkt der Änderung kündigen.
  4. Für einzelne Leistungen setzt der Anbieter Dienstleister ein, etwa für Briefdruck und -versand, E-Mail-Versand und das Sprachmodell. Die aktuelle Liste steht in Anlage 3 des AV-Vertrags.
  5. Leistungen mit Kosten je Vorgang, insbesondere Briefversand und zusätzliche KI-Dokumente über das Tarifkontingent hinaus, werden gesondert nach der Preisliste abgerechnet. Der Kunde sieht den Preis vor der Freigabe.
  6. Briefe druckt und versendet der Anbieter über sein eigenes Konto bei einem Druckdienstleister; der Kunde benötigt kein eigenes Konto. Druck, Kuvertierung und Porto berechnet der Anbieter je Brief zu dem Nettopreis, der vor dem Versand angezeigt und vom Kunden bestätigt wird, zuzüglich Umsatzsteuer, gesammelt monatlich. Die Preisliste steht in der App unter Einstellungen → Kommunikation (siehe auch wohnify.app/preise). Nicht versendete, stornierte und im Testmodus erzeugte Briefe werden nicht berechnet. Der Kunde kann ein monatliches Portolimit festlegen; ist es erreicht, versendet der Anbieter bis zum Folgemonat oder bis zur Erhöhung keine weiteren Briefe.

§ 4 KI-Funktionen, Vorlagen, keine Rechts- oder Steuerberatung

  1. Der Dienst liest Dokumente mit Hilfe von Texterkennung und einem Sprachmodell aus und erstellt Vorschläge, etwa für Stammdaten, Buchungen, Abrechnungen, Schreiben und Antworten. Diese Ergebnisse können fehlerhaft oder unvollständig sein. Sie sind Vorschläge und ersetzen nicht die Prüfung durch den Kunden.
  2. Vorlagen, Hinweise zu Fristen und rechtlichen Anforderungen, Berechnungen (z. B. Betriebskosten-, Heizkosten-, Indexmiet- oder Steuerwerte) und Texte im Dienst und auf der Website sind allgemeine Hilfen. Sie stellen keine Rechtsdienstleistung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes und keine Steuerberatung dar.
  3. Der Kunde prüft vor Versand oder Verwendung insbesondere Mietverträge, Mieterhöhungen, Kündigungen, Mahnungen, Nebenkosten- und Heizkostenabrechnungen sowie steuerliche Auswertungen auf Richtigkeit und rechtliche Wirksamkeit und zieht im Zweifel einen Rechtsanwalt oder Steuerberater hinzu.
  4. Bei Zahlungen, Fristen und Post an Mieter führt der Dienst Aktionen nur nach Freigabe durch einen Nutzer des Kunden aus. Für Routinevorgänge kann der Kunde eine automatische Übernahme einstellen; er verantwortet diese Einstellung.
  5. Texte, die ohne menschliche Prüfung an Mieter gehen, kennzeichnet der Dienst als KI-erzeugt.

§ 5 Testphase

  1. Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase für einen kostenpflichtigen Tarif anbieten (derzeit 14 Tage). Die Testphase endet automatisch. Sie geht nur dann in einen kostenpflichtigen Vertrag über, wenn der Kunde dies ausdrücklich in der App bestätigt.
  2. Ohne Bestätigung wird das Konto nach Ende der Testphase im Tarif Free fortgeführt. Bestände über drei Einheiten bleiben lesbar und exportierbar; neue Vorgänge sind erst mit einem kostenpflichtigen Tarif möglich.

§ 6 Preise und Zahlung

  1. Es gelten die Preise auf wohnify.app/preise zum Zeitpunkt der Buchung. Alle Preise sind Nettopreise. Maßgeblich für die Abrechnung ist die höchste Zahl der im Abrechnungsmonat angelegten Einheiten.
  2. Der Anbieter hat seinen Sitz in Zypern. Für Kunden mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat, die als Steuerpflichtige handeln, stellt der Anbieter Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus; die Steuer schuldet der Kunde (Reverse-Charge-Verfahren). Der Kunde teilt dafür seine USt-IdNr. mit. Kunden ohne USt-IdNr. stellt der Anbieter Rechnungen mit der Umsatzsteuer des Mitgliedstaats aus, in dem der Kunde ansässig ist.
  3. Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt über den im Dienst angebotenen Zahlungsdienst Stripe (Karte oder SEPA-Lastschrift). Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
  4. Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung mehr als 14 Tage in Verzug, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung in Textform auf Lesen und Export beschränken, bis die Zahlung eingeht.
  5. Der Anbieter kann die Preise mit einer Frist von sechs Wochen zum Monatsbeginn anpassen. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden kündigen. Darauf weist der Anbieter in der Ankündigung hin.

§ 7 Laufzeit, Kündigung, Daten nach Vertragsende

  1. Verträge laufen auf unbestimmte Zeit. Kostenpflichtige Tarife können von beiden Seiten zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden, ein Wechsel in einen kleineren Tarif wirkt ebenfalls zum Monatsende. Der Anbieter kann den Tarif Free mit einer Frist von vier Wochen kündigen.
  2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde den Dienst für rechtswidrige Zwecke nutzt oder trotz Abmahnung wesentlich gegen § 9 verstößt.
  3. Kündigungen erfolgen in der App oder in Textform.
  4. Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten noch 30 Tage lang vollständig exportieren (strukturierte Daten und Originaldokumente). Danach löscht der Anbieter die Daten nach Maßgabe des AV-Vertrags, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht.

§ 8 Verfügbarkeit und Wartung

  1. Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeit (Service Level) schuldet er nur, wenn sie gesondert in Textform vereinbart ist.
  2. Wartungsarbeiten führt der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durch und kündigt planbare Unterbrechungen vorher an.
  3. Nicht in der Verantwortung des Anbieters liegen Störungen des Internets außerhalb seines Einflussbereichs sowie Störungen bei Diensten Dritter, die der Kunde selbst einbindet.

§ 9 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde stellt sicher, dass er die Daten Dritter (insbesondere von Mietern, Eigentümern und Dienstleistern), die er in den Dienst einbringt, rechtmäßig verarbeiten darf, und erfüllt die ihm als Verantwortlichem obliegenden Informationspflichten gegenüber diesen Personen.
  2. Der Kunde nutzt den Versand von E-Mails und Briefen nur für Korrespondenz im Zusammenhang mit seinen Mietverhältnissen und Objekten, nicht für Werbung ohne Einwilligung oder sonst rechtswidrige Inhalte.
  3. Der Kunde schützt seine Zugänge angemessen. Der Anbieter empfiehlt die Zwei-Faktor-Anmeldung für alle Nutzer.
  4. Der Kunde prüft Ergebnisse des Dienstes nach § 4 und meldet erkannte Fehler unverzüglich.
  5. Der Kunde unterlässt Angriffe auf den Dienst, automatisierte Massenabfragen außerhalb dokumentierter Schnittstellen und Versuche, auf Daten anderer Kunden zuzugreifen.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

  1. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag in seiner jeweils bei Vertragsschluss gültigen Fassung. Er wird mit der Registrierung Bestandteil des Vertrags.
  2. Das Sprachmodell betreibt der Anbieter selbst auf seinen Servern in der EU; Daten werden dafür nicht an den Hersteller des Modells übermittelt (Einzelheiten in der Datenschutzerklärung und in Anlage 3 des AV-Vertrags). Der Kunde entscheidet als Verantwortlicher, welche Daten er in den Dienst lädt.

§ 11 Nutzungsrechte und Daten des Kunden

  1. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht, den Dienst im Rahmen dieser AGB für eigene Zwecke zu nutzen. Hausverwaltungen dürfen den Dienst für die von ihnen verwalteten Objekte Dritter nutzen.
  2. Alle Rechte an Daten und Dokumenten, die der Kunde einbringt, bleiben beim Kunden. Der Anbieter nutzt sie nur zur Erbringung des Dienstes und nicht zum Training eigener KI-Modelle.
  3. Rechte an Software, Design, Vorlagen und Inhalten des Dienstes verbleiben beim Anbieter. Vom Dienst erzeugte Dokumente (z. B. Abrechnungen, Schreiben) darf der Kunde zeitlich unbegrenzt verwenden.

§ 12 Mängel

  1. Für Mängel kostenpflichtiger Tarife gelten die Vorschriften des Mietrechts (§§ 535 ff. BGB) entsprechend, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist. Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.
  2. Der Kunde meldet Mängel unverzüglich mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Der Anbieter beseitigt Mängel in angemessener Frist, auch durch Umgehungslösungen, sofern diese zumutbar sind.
  3. Für den Tarif Free und die Testphase haftet der Anbieter für Mängel nur bei Arglist.

§ 13 Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
  2. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  3. Für unentgeltliche Leistungen (Tarif Free, Testphase) haftet der Anbieter nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie in den Fällen des Absatzes 1.
  4. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde Ergebnisse des Dienstes entgegen § 4 ungeprüft verwendet, es sei denn, der Anbieter hat den Fehler vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht.
  5. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Organe, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Ansprüche nach Art. 82 DSGVO bleiben unberührt.
  6. Ansprüche gegen den Anbieter verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn, außer in den Fällen des Absatzes 1.

§ 14 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aufgrund neuer Funktionen, geänderter Rechtslage oder geänderter Dienstleister erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Er teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen; darauf weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, können beide Seiten zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen. Änderungen der Leistungen oder Preise richten sich nach § 3 Abs. 3 und § 6 Abs. 5.

§ 15 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  2. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Berlin, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
  3. Vertragssprache ist Deutsch. Erklärungen in Textform (z. B. E-Mail) genügen, soweit diese AGB nichts anderes bestimmen.
  4. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.